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Himbeeren - Der Geschmack von Sommer

  • Autorenbild: Michael
    Michael
  • 2. Apr. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Wer mag sie nicht, die süssen, roten Früchte der Himbeeren. Eine Beere, die grossen Ertrag und wenig Aufwand verspricht. Auch wir möchten uns mit diesen leckeren Früchten selber versorgen. Daher habe ich im Januar begonnen eine 20 Meter lange Reihe von Himbeeren zu pflanzen.

An sonniger Lage, oberhalb von unserem Haus. habe ich einen Graben ausgehoben. Die Erde und Grasnarbe diente als kleiner Wall zur Terrassierung des leicht abfallenden Geländes. Der Graben wurde mit einem verzinkten Seckseck-Drahtgeflecht (13mm Maschenweite) ausgelegt. Das Gitter soll die Wurzeln der Himbeeren vor den Wühlmäusen schützen, welche hier leider allgegenwärtig sind. Leider sind die Tiere nicht so schlau, dass sie von jeder Pflanze nur ein wenig fressen würden, damit sie noch überleben kann, uns später für weitere Nahrung sorgen könnte. Nein, Wühlmäuse fressen die Wurzeln einer Pflanze einfach radikal ab.


Da Himbeeren lange Ruten bilden, welche meist selber zu schwach sind um zu stehen, ist es nötig, sie an einen Spalier zu ziehen. Ursprünglich wollte ich diesen mit Fichtenstämmen aus dem Wald bauen. Die Fichtenstämme habe ich jedoch vollständig für die Beetumrandungen der Gemüsebeete gebraucht. Von einer alten, abgebautenHühnervoliere hatten wir jedoch noch zwei Meter lange Aluminium-Vierkantrohre übrig. Diese habe ich als Stützen verwendet um dazwischen drei Drahtlinien zu spannen. An diesen Drähten kann ich im Sommer die langen Himbeerruten befestigen.

Den Graben habe ich mit umgedrehten Grasnarben wieder gefüllt und schliesslich eine dicke Ladung Kompost darauf verteilt. So ist ein kleines Hügelbeet entstanden. Den Kompost haben wir von einem nahen Kompostwerk liefern lassen. Da wir erst letzten Herbst nach Bottenwil gezogen sind, haben wir noch keinen eigenen Kompost. Und wenn wir es hätten, hätte die Menge sicher nicht gereicht, um einen zwanzig Meter langes Hügelbeet zu bilden.

Nachdem das Himbeer-Beet vorbereitet war ging es darum, sich für die richtigen Himbeer-Sorten zu entscheiden. Grundsätzlich muss man zwischen Herbsthimbeeren und Sommerhimbeeren unterscheiden. Herbsthimbeeren erntet man im Herbst. Der Vorteil ist, dass alle Ruten im Herbst oder im Frühjahr bodeneben abgeschnitten werden können, denn die Herbsthimbeeren tragen en den einjährigen Ruten. Die Sommerhimbeeren mit der Ernte im Sommer tragen hingegen an den zweijährigen Ruten. Hier muss man also jedes Jahr die zweijährigen Ruten abschneiden und die einjährigen Ruten stehen lassen. Ein wesentlicher Vorteil der Sommerhimbeeren sind aber die schmackhafteren Beeren. Schlussendlich habe ich mich für eine Mischung aus vier Sorten, zwei Herbsthimbeeren und zwei Sommerhimbeeren entschieden. Insgesamt habe ich 48 Pflanzen bestellt, je 12 von folgenden Sorten:



Zugegeben, diese Sorten habe ich ausgewählt, weil sie es sie in dieser Kombination gerade zu einer sehr günstigen Aktion zu kaufen gab...


Bei Himbeeren gibt es ganz unterschiedliche Meinungen, ob man sie mulchen soll, kann oder darf. Ich persönlich habe mich zum Mulchen mit einer dicken Schicht Stroh entschieden. Zum Einen, damit die Erde die Feuchtigkeit besser halten kann und zum Anderen, weil es jetzt im Frühjahr doch immer wieder zu Frostnächten kommen kann.


In den folgenden drei Wochen sind die Pflanzen gut angewachsen und haben auch bereits ausgetrieben. Die Wochen waren geprägt von einer unnatürlichen Trockenheit. Dank der Mulchschicht musste ich dennoch nur einmal pro Woche giessen.


Anfangs April brach der Winter erneut über das Land herein. Am ersten Wochenende im April sanken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt und es fiel viel Schnee. Damit die Himbeeren besser vor Frost geschützt sind, habe ich sie noch am Freitag Abend mit einem Gartenvlies bedeckt. Das Wichtigste an den frisch gepflanzten Himbeeren sind aber sowieso die Wurzeln. Diese sollten durch die dicke Schicht an Stroh gut geschützt sein. Die jungen, frisch getriebenen Blätter sind hingegen weniger wichtig aber auch deutlich stärker gefährdet. Am Samstag Morgen lag schliesslich eine dicke Schicht Schnee auf der ganzen Landschaft. Auch die Himbeeren mit dem Gartenvlies waren komplett zugedeckt. Ich hoffe, dass der Schnee die Pflanzen zusätzlich vor den frostigen Temperaturen schützt, bin aber zuversichtlich, dass die Himbeeren das schaffen werden.





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