Den Gemüsegarten vorbereiten / neu anlegen
- Michael

- 23. Nov. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Juni 2024
Wenn ihm Herbst die Blätter fallen und sich die Kräfte der Natur langsam in den Boden zurückziehen ist es Zeit, den Gemüsegarten für das nächste Jahr vorzubereiten. Auf einer Fläche von rund 150qm soll im nächsten Jahr Gemüse angepflanzt werden. Dafür muss aber erstmal der Boden der bisher extensiv bewirtschafteten Weide vorbereitet werden. Im Internet liest man unendlich viele Meinungen über die beste Vorgehensweise. Lange habe ich gelesen und recherchiert und war am Schluss doch nicht viel schlauer. Also bin ich einfach meinem Bauchgefühl gefolgt und habe losgelegt.

Sehr beliebt in Permakultur-Kreisen ist es, neue Beete mit Karton anzulegen. Im Herbst wird die Fläche mit Karton zugedeckt und mit einer Schicht aus Komposterde abgedeckt. Dadurch wird die Grasnarbe unter dem Karton absterben und die Regenwürmer werden den Karton fressen und den Boden verbessern. Im Frühjahr soll das Beet dann bereit sein. Zahlreiche Gegenstimmen raten jedoch von dieser Methode ab, da sich im Karton noch viele Giftstoffe befinden sollen. Auch wenn der Karton unbedruckt ist, handelt es sich meist um ein recyceltes Material. Es werden Stoffe beigemischt um die Qualität des Kartons beim Recyceln zu bewahren. Dazu kommt der Leim, mit welchen Karton häufig verleimt ist.
Die Bauern in unserer Gegend haben den Boden im Herbst umgegraben und die Grasnarbe entfernt. Die grossen Erdklumpen zerfallen mit dem Frost im Winter, sodass im Frühjahr weniger kleingehackt werden muss. Mit Mist wurden noch mehr Nährstoffe ins Beet gebracht. Bei dieser Methode gibt es wiederum zahlreiche Gegenstimmen, insbesondere, weil durch das Umgraben die wertvolle oberste Bodenschicht mit allen Bodelebewesen massiv gestört wird. Und durch das Entfernen der Grasnarbe eben gerade die wichtigste Schicht entfernt wird.
Ich habe mich für eine Mischform entschieden, die mit Sicherheit ebenfalls viele Vor- und Nachteile mit sich bringt. Den Boden habe ich umgegraben, die Grasnarbe aber nicht entfernt. Dem umgegrabenen Boden habe ich noch Pferdemist beigemischt. Das Ganze wurde mit einer Mulchfolie abgedeckt. So hoffe ich, dass im Frühjahr alle Beikräuter abgestorben und die Grasnarben verrottet sind. Zusammen mit dem Pferdemist sollten die Beete dann über ein hohen Nährstoffgehalt verfügen und die Erdbrocken werden hoffentlich durch den Frost etwas aufgebrochen sein.
Auch die Ausrichtung der Beete hat mich lange beschäftigt. Entschieden habe ich mich für die Ausrichtung entlang der Höhenlinien um das Abtragen von Humus durch Erosion zu vermindern.
Insgesamt habe ich so auf der rund 150qm grossen Fläche rund 60 Laufmeter Beete vorbereitet. Ich bin sehr gespannt, wie der Boden im Frühjahr aussehen wird und freue mich riesig darauf viel Gemüse anzupflanzen und alles mögliche auszuprobieren.
Unübersehbar waren übrigens die Gänge von Wühlmäusen auf der Fläche. Gerne teile wir unser neues Zuhause natürlich mit den vielen Lebewesen, die vor uns hier waren. Dennoch möchten wir auch das eine oder andere von unserem Gemüse selber essen :)
Von den Nachbarn habe ich bereits einige Tipps erhalten, wie ich den Mäusen am besten mit Fallen zu Leibe rücken könnte. Ich hoffe jedoch, dass sich die Wühlmäuse mit anderen Methoden vertreiben lassen. Wenn ihr Erfahrungen und Tipps habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare!









Mit Topcat-Fallen gehts den Mäusen an den Kragen!